Veranstaltungen, Tipps, Termine

Hier finden Sie u.a. aktuelle Informationen zu geplanten Veranstaltungen und aktuelle Hinweise zu steuerlich relevanten Themen

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Liquiditätskredit ( Plus) für kleine und mittlere Unternehmen

Mit dem Liquiditätskredit (Plus) können mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg ihren Liquiditätsbedarf decken und insbesondere Betriebsmittel finanzieren. Unternehmen mit einem sehr hohen Energiekostenanteil(mindestens 3 Prozent vom Jahresumsatz) erhalten auf Nachweis zusätzlich zum vergünstigten Zinssatz von derzeit rund 2,6 Prozent (in der besten Bonitätsklasse) einen Tilgungszuschuss von 10 Prozent, maximal 300.000 Euro.

Das Programm startet am 1. Dezember 2022 und ist bis zum 31. März 2023 befristet. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbanken.


Fristverlängerung für die Abgabe der Grundsteuererklärung

Die Frist für die Grundsteuererklärung wird einmalig bis zum 31.01.2023 verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder heute geeinigt.


Reduzierter Umsatzsteuersatz bis Ende 2023

Der Bundesrat hat beschlossen, dass es bis Ende 2023 beim reduzierten Umsatzsteuersatz von sieben Prozent auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen bleibt. Ansonsten wäre die in der Corona-Pandemie eingeführte Stützungsmaßnahme für die Gastronomie Ende 2022 ausgelaufen.

Für Landwirte wird ab 1. Januar 2023 die Vorsteuerpauschale abgesenkt.


Inflationsausgleichsprämie € 3.000.-

Zusammen mit der Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gas hat der Bundesrat am Freitag der Inflationsausgleichsprämie zugestimmt.

Mit dem Gesetz erhalten Arbeitgeber*innen die Möglichkeit, ihren Beschäftigten steuer- und sozialversicherungsfrei einen Betrag bis zu 3.000 Euro zu gewähren. Die Inflationsausgleichsprämie ist bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Die Inflationsausgleichsprämie ist eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers, auf die Arbeitnehmer keinen Anspruch haben.

Die Inflationsausgleichsprämie muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt und kann auch in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt werden. Zudem wird die Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung dahingehend ergänzt, dass die Inflationsausgleichsprämie bei einkommensabhängigen Sozialleistungen nicht als Einkommen angerechnet wird.


Nachweisgesetz – Transparenz bei Arbeitsverträgen ab 01.08.2022

Für neue Arbeitsverträge, die ab dem 01.08.2022 abgeschlossen werden, gelten verschärfte Hinweispflichten. Aber auch wenn ein Arbeitnehmer mit einem älteren Vertrag eine Niederschrift in der neuen detaillierten Form verlangt, müssen Sie ihm diese teils schon innerhalb von sieben Tagen vorlegen.

Die bisher geltenden Nachweispflichten wurden ab dem 01.08.2022 ergänzt und erweitert.

Verstöße gegen das Nachweisgesetz können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 2.000 € pro Verstoß geahndet werden.

Bei Fragen wenden Sie sich an unsere Partnerin und Rechtsanwältin Frau Susanne Ross.


Änderungen beim Mindestlohn und Minijob ab 01.10.2022

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 01.10.2022 € 12.-/ Stunde. Sofern es branchenspezifische Mindestlöhne gibt, gehen diese Mindestlöhne dem gesetzlichen Mindestlohn vor. Allerdings darf der gesetzliche Mindestlohn in keinem Fall unterschritten werden.

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer über 18 Jahren, die in Deutschland arbeiten. Für Arbeitnehmer unter 18 Jahren ohne Berufsabschluss, für Auszubildende und für echte ehrenamtliche Tätigkeiten gilt der Mindestlohn nicht.

Der Mindestlohn kann sich aus verschiedenen Gehaltsbestandteilen zusammensetzen, die nicht unbedingt steuerpflichtig sind wie z.B. Sonn- und Feiertagszulagen. Auf der anderen Seite gehören Gehaltsbestandteile nicht zum Mindestlohn, die steuerpflichtig sind z.B. Sachbezüge.

Die lohnsteuerrechtliche Behandlung von Gehaltszahlungen weicht von der sozialver-sicherungsrechtlichen Beurteilung ab. Der Lohnsteuer wird nur das tatsächlich gezahlte Gehalt unterworfen. Bei der Sozialversicherung kommt es auf den Anspr...


Neues zur Grundsteuer

Das Fristende für die Grundsteuererklärung naht: Biszum 31. Oktober 2022 müssen Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken eine Grundsteuererklärung beim Finanzamt abgeben (Grundsteuer B= Grundvermögen). Wer seine Erklärung bis Ende Oktober noch nicht abgegeben hat, sollte dies dann unverzüglich nachholen. Die Erinnerungen für die Grundsteuer B versendet das Finanzamt im ersten Quartal 2023.

Private Eigentümerinnen und Eigentümer von land- und forstwirtschaftlichem Besitz (Grundsteuer A) erhalten das Informationsschreiben für ihre Erklärung Anfang Januar 2023. Darin werden unter anderem das Aktenzeichen und verschiedene grundstücks-bezogene Informationen mitgeteilt, die das Ausfüllen der Erklärung erleichtern. Jedoch ist die Abgabe auch jetzt schon möglich. Die Erinnerungen für die Grundsteuer A folgen im zweiten Quartal 2023.


Entwurf Inflationsausgleichsgesetz

Das Bundeskabinett hat am 14. September 2022 einen Entwurf verabschiedet. Die Maßnahmen sollen inflationsbedinte Mehrbelastungen ausgleichen. Folgende Maßnahmen sind geplant:

  • Höherer Grundfreibetrag ab 01.01.2023: €10.632.- für Alleinstehende, ab 01.01.2024 Anhebung auf €10.932.-
  • Verringerung der „kalten“ Progression
  • Erhöhung Kindergeld ab 01.01.2023 auf € 237.- für das erste- dritte Kind
  • Anpassung Kinderfreibeträge ab 2022
  • Erhöhung ab 2022 Unterhaltshöchstbetrag auf €10.347.-

Gesetz zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen

Der Bundestag hat am 30.9.2022 die vom Koalitionsausschuss vereinbarte Inflations-ausgleichsprämie und die temporäre Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz sowie auf Fernwärme verabschiedet. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft, da der Bundesrat zustimmen muss.

Das Gesetz enthält folgende Änderungen/ Neuerungen:

  • Inflationsausgleichsprämie für Arbeitnehmer bis zu € 3.000.- steuerfrei, wenn die Prämie zusätzlich zum bisherigen Arbeitslohn gezahlt wird. Die Prämie kann bis zum 31.12.2024 ausgezahlt werden.
  • Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gas- und Wärmelieferungen: der Umsatzsteuersatz für Gaslieferungen über das Erdgasnetz soll von Oktober bis Ende März 2024 von 19 auf 7 Prozent verringert werden.

 


Treibhausgasquote (THG-Quote)

Deutschland hat sich bei den Klimakonferenzen verpflichtet, den CO ²- Ausstoß zu reduzieren. Deshalb wurden Maßnahmen ergriffen, die E- Mobilität so zu fördern, dass sie im Vergleich zur klimaschädlichen auf fossilen Treibstoffen  basierenden Mobilität günstiger wird. Halter* innen eines E- Fahrzeugs haben seit Anfang 2022 die Möglichkeit, den Fahrstrom für ihr E- Fahrzeug zu verkaufen. Der/ die Halter*in bekommt für die Veräußerung einer pauschalierten Strommenge seines E- Fahrzeugs eine Ausgleichszahlung.

Im Internet gibt es verschiedene Händler, die die pauschalierte Strommenge kaufen. Die Preise bewegen sich bei

  • 200 € bis 400 € pro E-Auto,
  • 400 € bis 600 € pro E-Leichtnutzfahrzeug und
  • sogar 10.000 € bis 15.000 € pro E-Bus oder Lastwagen.

Weitere Informationen oder Angebote finden Sie im Internet. Da es sich um kein steuerliches Thema handelt, dürfen wir hierzu nicht beraten. Uns war es jedoch wichtig, Sie über diese Möglichkeit zu informieren.

 

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